Geschichte und Lage
Lage & Landschaft – „Warum in die Ferne schweifen …“
Oberbieber liegt im Nordwesten des Stadtgebietes von Neuwied – genau an der Grenze zwischen Mittelrheingraben bzw. Neuwieder Becken und den Ausläufern des vorderen Westerwald. Diese besondere Lage prägt das Ortsbild:
Aus Richtung Südwesten bestimmen ebene, offene Flächen mit Feldern, Weiden und Obstwiesen die Landschaft. Nach Nordosten hin gehen sie fließend in die dicht bewaldeten Höhenzüge des Westerwaldes über.
Die Kombination aus Stadtnähe und Natur macht Oberbieber besonders attraktiv. Die Neuwieder Innenstadt ist nur rund 5 Kilometer entfernt, während Naherholungsgebiete direkt vor der Haustür beginnen. Mit rund 4.800 Einwohnern zählt Oberbieber deshalb zu den größten Stadtteilen Neuwieds.

Verkehr & Erreichbarkeit
Die Ortsumgehung der B256 sowie die Anbindung an die L258 sorgen für eine gute Erreichbarkeit, ohne dass der Durchgangsverkehr den Ort selbst belastet. Oberbieber verbindet damit ruhiges Wohnen mit einer sehr guten Infrastruktur.

Kirche & kirchliche Baugeschichte
Zwischen 1050 und 1100 wurde eine dem heiligen Nikolaus geweihte Kapelle errichtet. Auf deren Fundamenten entstand später die heutige Kirche. Die noch erhaltene Apsis stammt aus dieser frühen Zeit und gilt als ältestes kirchliches Baudenkmal im Kreis Neuwied.

Das Aubachdorf – dörflich & naturnah
Mit Stolz bezeichnen die Bürger ihren Wohnort als Aubachdorf. Dieser Name steht für zwei zentrale Merkmale:
Dörfliche Atmosphäre: Trotz der Zugehörigkeit zur Stadt Neuwied hat sich Oberbieber seinen dörflichen Charakter bewahrt. Man kennt sich, man grüßt sich und achtet aufeinander.
Einzigartige Tallage: Folgt man dem Aubach von seiner Quelle westlich von Oberhonnefeld bis zur Mündung in die Wied in Niederbieber, findet sich nur ein einziges Dorf im gesamten Aubachtal – Oberbieber.
Diese Lage macht den Ort zu einem idealen Ausgangspunkt für Spaziergänge, Wanderungen und Radtouren. Auch Jogger, Walker und Nordic Walker schätzen die abwechslungsreiche Landschaft und die vielfältigen Wegführungen.

1000 Jahre voller Geschichte(n)
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Oberbieber im Jahr 1021 in einer Urkunde von Heinrich II.. Damit blickt der Ort auf über 1.000 Jahre Geschichte zurück.
Doch die Besiedlung reicht deutlich weiter zurück:
Bereits um 80 n. Chr. errichteten die Römer in der Region den Limes als Grenzwall gegen die Germanen.
Der Name „Hermesplatz“ erinnert vermutlich an einen damaligen Handelsplatz in der Nähe des Limes.
Ein fränkisches Gräberfeld bei der Kirche belegt eine erste Siedlung zwischen 500 und 600 n. Chr.
Oberbieber verbindet Geschichte, Natur und Gemeinschaft – ein Dorf mit Charakter und Zukunft.
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Vom Bauern- zum Handwerkerdorf
Über Jahrhunderte war Oberbieber ein klassisches Bauern- und Handwerkerdorf. Größere Gewerbebetriebe gab es kaum. Lediglich Mühlen siedelten sich im Zuge der Industrialisierung an.
Im 19. und 20. Jahrhundert prägten zudem:
mehrere Töpfereien, die Haushaltswaren herstellten
eine Knopffabrik, in der aus Tierknochen Knöpfe gefertigt wurden
Seit 1970 ist Oberbieber offiziell ein Stadtteil von Neuwied.

Der Ortsname im Wandel der Zeit
Im Laufe der Jahrhunderte tauchte der Name Oberbieber in vielen Varianten in Urkunden auf, darunter:
Biverna, Beverne, Oberbiberne, Byvern, Ober-Blieberen, Bieber und Dorff Oberbievern – bis zur heutigen Form Oberbieber.

Chronisten & Erinnerungskultur
Mehrere Chronisten haben die Geschichte des Ortes dokumentiert:
Karl Veith – Kirchengeschichte
Philipp Maurer – Grundlagen der Heimatforschung
Josef Knopp und Willi Flohr – herausgegeben durch den Heimat- und Verschönerungsverein
Eine neue Dorfchronik erschien anlässlich des Jubiläumsjahres 2021. Ergänzend entsteht eine Online-Chronik des Aubachdorfes, die Schritt für Schritt Streifzüge durch 1.000 Jahre Ortsgeschichte bietet.
